Inszeniert Fotografie (Konzeptfotografie)

" Bei der inszenierten Fotografie wird die Bildaussage strategisch geplant und aufgebaut. Das Hauptaugenmerk liegt bei dieser Art der Fotografie auf dem Motiv und dessen Gestaltung. Die Inszenierung der einzelnen Elemente des Bildes wird nicht dem Zufall überlassen und soll beim Betrachter bestimmte Emotionen hervorrufen. Dabei ist die Nähe zur Realität nicht so wichtig wie die Bildaussage. Inszenierte Bilder: So alt wie die Fotografie selbst Bereits in den Anfangstagen der Fotografie begannen Fotografen damit, ihre Motive aufwendig in Szene zu setzen und die Bilder zu verfremden, statt die Realität abzubilden. Bei der Inszenierten Fotografie greift der Fotograf direkt in das Geschehen auf dem Bild ein, er plant sein Bild wie ein Bühnenstück. Auch das Posieren eines Models für ein Foto gehört im weitesten Sinne zur Inszenierten Fotografie. Narrative Strategien der inszenierten Fotografie Wie bei einem Gemälde oder einer Geschichte entscheidet der Fotograf beim Blick durch den Sucher seiner Kamera, worauf er den Fokus legt und was nicht mit aufs Bild kommt. Er bestimmt, welcher Teil des Bildes scharfgestellt wird und welcher durch Unschärfe unkenntlich gemacht wird. Ein Fotograf, der ein Bild inszeniert, denkt sich seine Motive vorher aus, konzipiert sie, arrangiert sie und drückt dann erst auf den Auslöser. Diesen Prozess nennt man auch „directorial mode“. "" Quelle > https://fotografie.at/community/thema/45540-inszenierte-fotografie-konzeptfotografie/

Grad der Inszenierung

Man könnte eigentlich sagen, dass jedes Foto vor dem Drücken des Auslösers in einer gewissen Weise inszniert wird. Denn es wird ja keiner "völlig willkürlich abdrücken", sondern vorher auf Lichteinfall und einem gewissen Maß an 'schöner' Bildgestaltung interessiert sein. Das wird bei Wikipedia auch beschrieben mit dem Satz "Inszenierte Fotografie unterscheidet sich nach dem Grad der Beeinflussung." Quelle > https://de.wikipedia.org/wiki/Inszenierte_Fotografie

Extreme Inszenierung

Arte Dokumentation "Die inszenierte Fotografie"

Beschreibung: Fast das gesamte 20. Jahrhundert hindurch dominierte in der Fotografie der realistische Stil. Doch ab den 60er Jahren galt die "inszenierte Fotografie" nicht mehr als altmodisch, sondern kam vor allen Dingen in den USA wieder auf, wobei sie stark von anderen Kunstgattungen wie Film, Theater, Performance und Bildhauerei beeinflusst wurde.
Abweichend von den Praktiken der realistischen Fotografie geht es den Fotografen ab den 60er Jahren nicht mehr nur darum, einen Augenblick der Wahrheit oder einen entscheidenden Moment objektiv festzuhalten. Vielmehr wollen sie eine Geschichte erzählen, die entweder die Form einer narrativen Sequenz in mehreren Bildern, Folgen oder Serien hat oder mit einer Vielzahl von Bezügen und Bedeutungsebenen spielt. Diese Strömung der "inszenierten Fotografie" erlebte dann ab Mitte der 70er Jahre in der künstlerischen Avantgarde erneut ein Revival.

Heute beruht die Fotografie ebenso wie andere Medien nicht mehr auf dem blinden Glauben an die Wahrhaftigkeit des dargestellten Objekts. Doch zugleich erscheint sie nach wie vor authentisch. Mit diesem Widerspruch spielen viele zeitgenössische Fotografen. Der Film befasst sich mit wesentlichen Techniken zur postmodernen Dekonstruktion der scheinbaren Authentizität der Fotografie.

Video auf youtube: Die inszenierte Fotografie"

https://artinwords.de/cindy-sherman-untitled-film-stills-in-der-national-portrait-gallery-london/

Beispiele und Vertreter und Buchlinks

Beispiel Inszenierung

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